Kreative Zwischennutzung: Das Köşk in München

Leerstehende Gebäude, die darauf warten, neu bewohnt oder bebaut zu werden – dieses Bild ist oft ein trostloser Anblick. Umso schöner ist es, wenn sich für solche Gebäude eine kreative Zwischenlösung ergibt. So passierte es auch mit der ehemaligen Stadtbibliothek im Westend. Bereits seit Mai 2015 befindet sich dort das Köşk, ein Ausstellungsraum mit Werkstatt und Proberaum, der Münchnerinnen und Münchnern für 1000 Tage die Möglichkeit bietet, Kunst zu erleben. Hier finden Ausstellungen und Performances statt, Theaterprojekte und Vorträge. Das Köşk dient damit sowohl als Raum, um Kunst und Kultur zu zelebrieren und präsentieren als auch als Möglichkeit, sich auszutauschen und zu vernetzen. Ins Leben gerufen wurde das Köşk vom Kreisjugendring München in enger Zusammenarbeit mit der Färberei, die junge Künstlerinnen und Künstler fördert.

Klein aber fein: Das Köşk (c) Charlotte Horsch

Gerade im Köşk: mapping sibiu

Aktuell findet im Köşk eine Ausstellung der Künstlergruppe connect 48/11 statt. Mit Malerei, Audiovisuellen Beiträgen, Siebdruck oder Leuchtkästen verarbeiten die sieben Künstlerinnen ihre Eindrücke aus der rumänischen Stadt Sibiu, wie sie es zuvor schon mit anderen Städten wie Thessaloniki, Paris oder Krakau getan haben. Die sehr unterschiedlichen Beiträge zeigen Spuren der prachtvollen siebenbürgischen Vergangenheit der Stadt, die heute zu den bedeutendsten Kulturstädten Rumäniens zählt, und das Zusammenspiel der vielen unterschiedlichen Kulturen, deren Einflüsse in Sibiu zu finden sind. Außerdem spiegeln die Kunstwerke eine eindrückliche Zerissenheit zwischen Tradition und Moderne wider. Gerade an den sehr unterschiedlichen Ausstellungsstücken lässt sich die Vielfältigkeit der Stadt erahnen und laden dazu ein, Rumänien aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.

Am kommenden Freitag, dem 01. Dezember, sind ab 19 Uhr zusätzlich zu den Kunstwerken Performances zu sehen, zum einen von Johanna Eder, die Teil der Künstlergruppe ist, zum anderen von den Klang- und Bildkünstlerinnen Birgitta Breidenbrücker und Susanne Langholf. Die Ausstellung im Köşk endet am Samstag, den 02. Dezember.

Der Beitrag „muzica roma“ von Sasubrina Reimund spiegelt eindrücklich die kulturelle Vielfalt der Stadt wieder.
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