Endlich wieder – Das DOK.fest München

Wenn Münchens Litfaßsäulen schon von weitem orange leuchten, ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass es wieder Zeit für das DOK.fest München ist. Das europaweit größte Dokumentarfilmfestival öffnet diesen Mai wieder seine Pforten und bietet den Münchnern täglich eine Vielzahl an anregenden oder unterhaltsamen Filmen. Stolze 157 nationale und internationale Produktionen werden in den Münchner Kinos gezeigt und können noch bis zum 13. Mai besucht werden.

Wenn man sich durch das vielfältige Programm blättert- welches übrigens hier zu finden ist – fällt die Entscheidung, welche Filme man denn nun ansehen möchte, gar nicht so leicht. Egal ob unterhaltsam, informativ oder brisant, die Thematik der Filme ist wie jedes Jahr weitreichend und bietet Interessantes für jeden Geschmack. Liebhaber des  Nachtlebens können mit der Dokumentation „This is Atomic Love“ in Erinnerung an den legendären Münchner Club „Atomic Café“ schwelgen oder mit „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ die Pioniere der elektronischen Musik begleiten. Für Globetrotter sind die vielen internationalen Produktionen interessant, die das Publikum in fremde Kontinente entführen. Zum Beispiel kann man den Regisseur Michael Glawogger in „Untitled“ bei seiner Reise von Italien bis nach Liberia begleiten. Außerdem wird auch in diesem Jahr eine Vielzahl an gesellschaftlich relevanten Themen behandelt – der Film „Alles Gut“ begleitet beispielsweise zwei geflüchtete Kinder nach ihrer Ankunft in Deutschland, während sich „On the Edge of Happiness“ mit zwei bulgarischen Familien auseinandersetzt, die am Rande der Gesellschaft in Wellblechhütten hausen. Zudem stehen unter anderem Filme mit den Themenschwerpunkten „Frauenrechte, Gender, LGBT„, „Beziehung, Liebe, Familie“ oder „Wirtschaft, Umwelt, Stadtentwicklung“ auf dem Programm.

Für mich begann das DOK.fest mit der Produktion „Ghost Hunting“, in welcher Palästinenser, die im israelischen Gefängnis inhaftiert gewesen sind, ihre traumatischen Erlebnisse reinszenieren und aufarbeiten. Die Thematik, der in der Öffentlichkeit wenig Beachtung geschenkt wird, ist sensibel und berührend aufbereitet und packt den Zuschauer, auch wenn einige Fragen offen bleiben. Leider wird die Dokumentation im Zuge des Festivals nicht nochmal gezeigt.

Neben dem regulären Festival-Programm, das eher auf Erwachsene zugeschnitten ist, kommen jüngere Zuschauer bei DOK.education, dem Kinder- und Jugendprogramm des Festivals, auf ihre Kosten. Hier können Schulklassen an Workshops teilnehmen, sich selbst am Filme machen ausprobieren und ausgewählte Filme sehen und diskutieren.

Wir sind gespannt auf die folgenden Festival-Tage und werden uns sicher noch einige Dokumentationen ansehen. Die Tickets, die ohne Ermäßigung 9,50€ kosten, können sowohl online als auch an der Abendkasse oder im Festivalzentrum in der HFF gekauft werden. Dort lässt sich auch noch etwas Festival-Atmosphäre schnuppern.

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